Maritimes Kompetenzzentrum Kopf
Maritimes Kompetenzzentrum Kopf


 Aktuell





First Lady entdeckt den Bootsbau

Die Vielfalt des Handwerks und der dualen Berufsausbildung stand im Zentrum einer Delegation um Frau Elke Büdenbender am 11.09. in Travemünde. Neben einem Besuch der Berufsbildungsstätte Travemünde (im Anschluss) stand ein Betriebsbesuch auf dem Programm.

Was passt besonders zu Schleswig Holstein? Natürlich die maritime Wirtschaft. Der Betriebsbesuch sollte den Gästen aus Berlin einen authentischen Einblick vermitteln. Die Wahl fiel auf die Böbs-Werft in Travemünde. Eine glückliche Entscheidung, wie sich bei dem Besuch der First Lady, in Begleitung von ZDH- Präsident Wollseifer und Kammerpräsident Stapelfeldt, herausstellte.

 „Sie arbeiten ja da wo andere Urlaub machen“ stellte Frau Büdenbender, sichtlich begeistert bei einer Begehung des Böbs- Werftgeländes, fest. Unter der Führung von Firmenchef Heinrich Böbs, seiner Frau Andrea und Sohn Lars-Erik Böbs, sammelten die Gäste aus dem Bellevue und dem Zentralverband des deutschen Handwerks, vielfältige Eindrücke aus dem Alltag einer traditionsreichen Bootswerft.

 

 Alte und neue Handwerkstechnik, Holz-, Metall- und Kunststofftechnik, filigrane Handwerkskunst und kaufmännisches Geschick, Neubau und/versus Refit, Detailgespür und Mut zu großen Lösungen, das Themenspektrum ist breit – die Gäste waren fasziniert!

Die Böbs-Werft ist über 100 Jahre alt und gleichzeitig modern und innovativ. Heinrich Böbs ist in der 3. Generation „am Ruder“  und seit vielen Jahren u.a. Vorstandsmitglied der Landesinnung und bis Frühjahr 2018 im Deutschen Boots- und Schiffbauerverband.

Die First Lady war aber auch angetan von Böbs- Junior Lars Erik, der nach seinem BWL- Studium im fernen Köln, eine Bootsbauerlehre absolvierte und im Begriff ist die Meisterprüfung erfolgreich abzuschließen. Ein beeindruckender Werdegang und ein Musterbeispiel für Karrieren im Handwerk zu Zeiten des Akademisierungswahns. Da konnten Kammerpräsident Günter Stapelfeldt und ZDH- Präsident Peter Wollseifer, als Väter von Betriebsnachfolgern, nur beipflichten.

Bei dem Rundgang durch den Hafen und die Hallen traf die Delegation auf viele Boote und Yachten und damit auf Reparaturtechniken des traditionellen und modernen Bootsbaus. Sehr spannend war das Kennenlernen der vier Lehrlinge aus unterschiedlichen Lehrjahren. Frau Büdenbender interessierte sich vor allem für die persönliche Berufswahlentscheidung.  Voller Stolz präsentierten die Lehrlinge die Abläufe an Ihren Arbeitsstationen. Und noch eins hat die erstaunlich technikbegeisterte First Lady mitgenommen: Neben dem „klassischen“ Bootsbauer gibt es auch den Yachttechniker!

 

Weitere Themen des Austausches waren der Fachkräftemangel, das (aufwändige) Verfahren bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, sowie die Hafenentwicklung, insbesondere in Travemünde.

Nach einer einstündigen Betriebsführung verabschiedete sich Frau Büdenbender sichtlich beeindruckt  von der Böbs-Werft und dem vielseitigen Bootsbauhandwerk.

 

 

Artikel und Fotos: Thomas Baehr, Leiter der Berufsbildungsstätte Travemünde/Maritimes Kompetenzzentrum

 

 

 

Aktuelle Informationen des Maritimen Kompetenzzentrums  für Aus,- Fort- und Weiterbildung

 

Die Berufsbildungsstätte Travemünde ist ein berufliches Bildungszentrum mit den Schwerpunkten der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung und der beruflichen Aus- und Fortbildung. Für die Durchführung der überbetrieblichen Lehrgänge im Bootsbauerhandwerk suchen wir

 

 

eine/n Ausbilder/in Bootsbau  

 

 

Wir erwarten neben der beruflichen Eingangsqualifikation (Meister), der Aufgabenstellung entsprechende berufliche Vorerfahrungen und Kenntnisse, insbesondere eine ausgewiesene Fachkompetenz in der Yachttechnik (Antrieb-, Versorgungstechnik).

 

Die Vergütung erfolgt nach TVL mit allen im öffentlichen Dienst üblichen Sozialleistungen. Das Arbeitsverhältnis kann auf Honorarbasis oder auf Wunsch auch im Rahmen einer unbefristeten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Teilzeit erfolgen.

Der Umfang ist abhängig von der Anzahl der Lehrgangswochen. Fährkosten werden erstattet. Fortbildung wird gefördert.

Die gesetzlichen Bestimmungen des Gleichstellungsgesetzes und des Schwerbehindertengesetzes werden beachtet.

Sind Sie an einer abwechslungsreichen Tätigkeit in einem attraktiven Bildungszentrum interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.

 

Berufsbildungsstätte Travemünde, Maritimes Kompetenzzentrum, Wiekstraße 5, 23570 Lübeck.

 

Die Stelle/Aufgabe ist bei Vorliegen der Voraussetzungen auch kombinierbar mit der Position: Koordinator Meistervorbereitungslehrgang Segelmacher www.marikom.de.

 

 

Die Berufsbildungsstätte Travemünde (BBT) ist ein berufliches Bildungszentrum mit den Schwerpunkten der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung und der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung. Für die Mitarbeit im Maritimen Kompetenzzentrum für Aus-, Fort- und Weiterbildung suchen wir

 

eine/n Lehrgangskoordinator/in für einen Meistervorbereitungslehrgang im

 

Segelmacherhandwerk

 

 

Aufgaben: Koordination/inhaltliche Leitung sowie anteilige Durchführung eines Meistervorbereitungslehrgangs im Segelmacherhandwerk im Herbst 2018 (Theorie und Praxis). Unterstützung bei der Teilnehmerakquise. Absprachen mit externen Partnern.

 

Qualifikation: Abgeschlossene Meisterprüfung  und der Aufgabenstellung entsprechende berufliche Vorerfahrungen und Kenntnisse. Ein gutes Netzwerk im Segelmacherhandwerk in Schleswig-Holstein wäre wünschenswert.

 

Vergütung: Der Einsatz erfolgt auf Honorarbasis und ist vom Umfang der Unterweisungsstunden abhängig. Die zeitliche Detailplanung ist flexibel. Fährkosten werden erstattet.

 

Kontakt: Haben Sie Interesse an einer Mitarbeit in der Berufsausbildung von jungen Menschen im Handwerk  in einem attraktiven Bildungszentrum?

 

Dann melden Sie sich bitte bei dem Leiter Herrn Thomas Baehr unter 04502-887329 oder per e-mail tbaehr@hwk-luebeck.de.

 

 

 

Wir arbeiten mit einem Integrierten Managementsystem und sind u.a. zertifiziert nach DIN EN ISO 9001

 

 

 

Artikel aus der Bootswirtschaft  -  bitte anklicken

 

Neuordnung Ausbildungsberuf Bootsbauer/in - bitte reinschauen

 

Präsentation "Neuordnung Bootsbauer/in" des ZDH

  

Bootsbauer/-in

Berufsbeschreibung

Bootsbauer und Bootsbauerinnen arbeiten in den Bereichen Neubau, Umbau, Ausbau und Reparatur von Yachten und Booten und leisten den branchenüblichen Service.

Bootsbauer und Bootsbauerinnen der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau planen, fertigen, reparieren und warten Boote und Yachten aus Holz, Kunststoff, Stahl, Aluminium oder Materialkombinationen, stellen den Innenausbau und Oberflächen her.

Bootsbauer und Bootsbauerinnen der Fachrichtung Technik planen, montieren und warten technische Anlagen und Systeme, Ver- und Entsorgungseinrichtungen, Kommunikations- und Navigationselektronik sowie hydraulische und mechanische Anlagen. Sie nehmen die Fehlersuche vor, entwickeln Instandsetzungsstrategien und reparieren entsprechend.

 

Eckdaten

1. Berufsbezeichnung: Bootsbauer/-in (HwO, BBiG)

2. Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

3. Ausbildungsstruktur: Fachrichtungen - Neu-, Aus- und Umbau (Arbeitstitel) - Technik (Arbeitstitel)

4. Qualifikationskatalog : siehe Anlage

5. Zeitliche Gliederung: Gliederung in Wochen mit Trennung vor/nach der Zwischenprüfung

6. Umweltschutz: Umweltschutz wird integrativ vermittelt; bezogen auf die jeweiligen Ausbildungsinhalte. Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei der Umgang mit Gefahrstoffen, der auch einen ausgeprägten Aspekt des Gesundheitsschutzes und der Arbeitssicherheit beinhaltet.

Anmerkungen:

Eine gestreckte Prüfung wird angestrebt. Im Verfahren wird geprüft, ob dies möglich ist.

Anrechnungsmöglichkeiten im Sinne eines Anrechnungsmodells oder Stufenausbildung bestehen nicht.

 

ANLAGE

Bootsbauer/-in

 

Qualifikationskatalog

Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

1. Einrichten, Bedienen und Instandhalten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Vorrichtungen

2. Bearbeiten, Verarbeiten und Lagern von Werkstoffen, Herstellen von Werkstücken

3. Herstellen von Verbindungen

4. Herstellen und Verarbeiten von Faserverbundwerkstoffen

5. Behandeln von Oberflächen

6. Herstellen von Vorrichtungen, Schablonen und Modellen

7. Einbauen von Ausrüstungsteilen im Bereich Deck und Aufbau

8. Setzen von Masten und Spieren

9. Einbauen von technischen Geräten, Anlagen und Systemen, Durchführen von Funktionsprüfungen

10. Anwenden von Dämm- und Isolierungstechniken sowie Maßnahmen zum Brandschutz

11. Instandhalten

12.Transportieren und Lagern

 

Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau

1. Herstellen und Instandhalten von Rümpfen und Decks

2. Herstellen von Innenausbauten

3. Herstellen, Instandhalten und Reparieren von Masten und Spieren

4. Herstellen von Aufbauten

5. Herstellen von strukturgebenden und statisch relevanten Bauteilen

6. Reparieren

7. Herstellen und Instandsetzen von Oberflächen

 

Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Technik

1. Prüfen von technischen Anlagen und Systemen

2. Montieren und Warten von Ver- und Entsorgungseinrichtungen

3. Installieren und Warten von bordelektrischen und bordelektronischen Komponenten

4. Montieren und Warten von Energiespeichern, Nutzen von Energiequellen

5. Montieren und Warten von mechanischen und hydraulischen Systemen sowie von Ausrüstungen

6. Montieren und Warten von antriebs- und vortriebstechnischen Anlagen

7. Ausrüsten, Montieren, Warten und Trimmen von Riggsystemen

8. Montieren und Warten von technischen Bordeinrichtungen

9. Ein- und Auswintern von technischen Anlagen und Systemen

 

Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

1. Berufsbildungs- Arbeits- und Tarifrecht

2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

3. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

4. Umweltschutz

5. Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Arbeiten im Team

6. Betriebliche und technische Kommunikation

7. Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen

8. Messen, Prüfen, Anreißen sowie Übertragen von Maßen und Konturen

9. Qualitätssichernde Maßnahmen

10. Kundenorientierung und Serviceleistungen

 

 

 Neuordnung Ausbildungsberuf Segelmacher/in - bitte reinschauen

 

Eckwerte

1. Berufsbezeichnung: Segelmacher/-in (§ 25 HwO, Anlage B1 Nr. 23)

2. Ausbildungsdauer: 3 Jahre

3. Ausbildungsstruktur: Monoberuf ohne Differenzierung. Keine Anrechnung auf bestehende Ausbildungsberufe/keine Stufenausbildung.

Beruf soll als eigenständiger Beruf bestehen bleiben. Es wird aber die Gründung einer Berufsfamilie zusammen mit dem "Technischen Konfektionär" geprüft. Beide Berufe werden im Falle einer Berufsfamilie in einer Verordnung geregelt.

4. Qualifikationskatalog: siehe Anlage

5. Zeitliche Gliederung: Zeitrichtwerte in Wochen mit Trennung vor/nach der Zwischenprüfung

6. Umweltschutz: Ist, falls über die Inhalte der Standardpositionen hinaus erforderlich, in den entsprechenden Fachinhalten zu vermitteln.

Prüfungsform: Die gestreckte Abschlussprüfung wird als Eckwert festgelegt. Falls sich im Verfahren die konventionelle Prüfungsform als sachgerecht ergibt, ist eine Eckwerteänderung vorzunehmen.

 

ANLAGE

Segelmacher/-in

 

Katalog der Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (Qualifikationskatalog)

 

A. Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

1. Anfertigen und Umsetzen von technischen Unterlagen

2. Verhalten auf dem Wasser und an Bord, Sicherheit, Gewässerschutz

3. Messen und Aufschnüren von Flächen

4. Auswählen, und Einsetzen von Werk- und Hilfsstoffen sowie von Zubehör

5. Handhaben und Instandhalten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Anlagen

6. Zuschneiden und Vorrichten

7. Herstellen von Profilierungen

8. Ausführen von Näh-, Schweiß- und Klebearbeiten

9. Fertigstellen und Anschlagen von Segeln

10. Arbeiten anRigg- und Takelage

11. Fertigstellen und Montieren von Bezügen, Planen, Zelten und Markisen

12. Durchführen von Reparatur- und Wartungsarbeiten

 

B. Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht

2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

3. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

4. Umweltschutz

5. Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen

6. Betriebliche und technische Kommunikation

7. Kundenorientierung

8. Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen

 

 

  

         

 

 

To top